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Die Glosse vom Falter

Falter & Meinung | aus FALTER 10/15 vom 04.03.2015

Es gibt Ereignisse, die sich einfach nicht gut in Bildern darstellen lassen. Wie soll man zum Beispiel Arbeitslosigkeit bebildern? Mit Warteschlangen vor dem Arbeitsamt? Nein, zu oft gesehen. Mit Erwachsenen, die tagsüber im Park sitzen? Nein, Themenverfehlung. Weil sich kein wirklich passendes Bild findet, das man neben einen Text über Arbeitslosigkeit stellen kann, ist der so genannte AMS-Stempel berühmt geworden. Fast immer beim Thema Arbeitslosigkeit taucht sie auf: die Hand, die einen Stempel in der Hand hält, auf der das Wort "arbeitslos" steht.

Ähnlich schwierig lässt sich etwa die Bankenkrise bebildern. Doch hierbei entwickelt sich zumindest gerade ein neuer Trend. In den vergangenen Monaten waren die Zeitungen voll mit Fotos, die eine Bank oder ein Ministerium so zeigten, dass sich im Bildvordergrund gerade noch ein Stopp-Verkehrsschild ausging.

Ganz richtig: stopp jetzt! Genug mit der Bankenkrise! Nun ja, niemand hat behauptet, dass Fotografen einen leichten Job hätten.


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