Battles, Butches &Burlesque

Vom Schach in Strapsen zum Hip-Hop: Im Kosmos-Theater feierte das Queer Performance Festival "Straight to Hell" sein Debüt

Feuilleton | REPORTAGE: NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 10/15 vom 04.03.2015

Eine kleine Nebelwolke schwebte über der noch leeren Bühne, ohne Schwefelgeruch. Bei der Eröffnungsnacht des Queer Performance Festivals "Straight to Hell" im Kosmos-Theater ging es gar nicht höllisch zu. Für ersten Glamour sorgte die üppig dekolletierte Veranstalterin Denise Kottlett. Die Blondine brachte das Publikum zum Lachen und erinnerte an Marilyn Monroes Filmrollen als Dummchen, als sie das Surren ihres Ansteckmikrofons nicht unter Kontrolle bekam.

Mit charmantem Amateurgeist und auf "Denglish" führten Frau Kottlett und Denice Bourbon durch einen Abend, der Queerness von Burlesque bis zu Hip-Hop präsentierte. Den Anfang machte der Wiener Performer La Georgette, der in Strapsen gegen sich selbst Schach spielte. Bis zum mit Lippenstift besiegelten Schachmatt dauerte es zwar viel zu lang, aber das Publikum klatschte trotzdem.

So auch beim Auftritt von Captain Cunt: Die schlacksige Burlesquetänzerin zollte der von den Nazis vertriebenen Kabarettistin Valeska Gert und deren Bar

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