"Das halte ich kaum mehr aus"

Klaus Kastberger ist nun der mächtigste Mann des Grazer Literaturgeschehens. Er leitet das Literaturhaus und das Franz-Nabl-Institut

Steiermark | INTERVIEW: TIZ SCHAFFER Zur Person Klaus Kastberger wurde 1963 in Gmunden geboren, hat zuletzt in Wien gelebt. Sein Schwerpunkt ist die österreichische Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts, er hat Forschungsprojekte geleitet (Handke online), an der Uni Wien unterrichtet, Ausstellungen und Veranstaltungsreihen kuratiert und etwa eine historisch-kritische Ausgabe Ödön von Horváths herausgegeben. Er schreibt Kritiken für die Presse, Ö1 und den Falter | aus FALTER 10/15 vom 04.03.2015


Foto: J.J. Kucek

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Klaus Kastberger hat zu Beginn dieser Woche seinen neuen Job angetreten. Es ist nicht bloß ein Job, sondern eine beachtliche Trias, die von der Stadt Graz und der Uni eingerichtet wurde – Kastberger wird nicht nur das Grazer Literaturhaus leiten, er ist von nun an auch für das Franz-Nabl-Institut verantwortlich, das sich vorrangig steirischer Literatur widmet. Zudem hat er eine Professur für Neuere deutschsprachige Literatur bekommen.

Die Ämter übernimmt der 51-Jährige von Gerhard Melzer, der sowohl Nabl-Institut wie auch das Literaturhaus seit ihrer Gründung – 1990 sowie 2003 – geleitet hat und jetzt in den Ruhestand tritt. Mit seinem Abgang wurden für das Literaturhaus, das von der Stadt jährlich mit einer halben Million Euro gefördert wird, erstmals auch kulturpolitische Ziele formuliert. Wie Kastberger etwa dem Wunsch nach der Synchronisation von Literaturhaus und Nabl-Institut, mehr diskurslastigen Veranstaltungen oder dem Ausbau des Literaturhauses als Treffpunkt für Literaturinteressierte nachkommen will, erzählte er dem Falter wenige Tage vor seinem Amtsantritt.


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