Haus der Gerüchte: Was passiert in den Zimmerfluchten am Heldenplatz?

Feuilleton | Matthias Dusini | aus FALTER 11/15 vom 11.03.2015

Der Anruf im Büro von Heinz Fischer brachte eine beruhigende Antwort. Nein, der Bundespräsident werde nicht in kulturpolitische Entscheidungen eingreifen. Fischer habe sich lediglich ein Bild von der räumlichen Situation machen wollen, als er vergangenen Donnerstag gemeinsam mit dem Kulturminister und den Chefinnen des Kunsthistorischen Museums und der Nationalbibliothek in die Neue Burg am Heldenplatz kam. Und auch die Sprecherin von Josef Ostermayer, Kerstin Hosa, beschwichtigte: "Man hat am Rande auch über das Haus der Geschichte geredet."

Der Monumentalbau am Heldenplatz wurde noch von den Habsburgern als Wohn- und Ausstellungsort errichtet. Im Zuge der Neugestaltung des derzeit gesperrten Weltmuseums Wien (ehemals Museum für Völkerkunde) tauchte die Idee auf, auch das seit Jahrzehnten geplante Haus der Geschichte in dem Gebäudekomplex unterzubringen. Ostermayer beauftragte den Historiker Oliver Rathkolb mit einem Konzept. Nationalbibliothek und Kunsthistorisches sollen als Mieter


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