Film Neu im Kino

Gekonnt und gewitzt: "Rosi, Kurt und Koni"

Lexikon | MO | aus FALTER 11/15 vom 11.03.2015

Man ist immer Hilfsarbeiter, meint Konrad, wenn man nicht lesen und schreiben kann, "dann nutzen sie dich aus, dann verarschens dich". Der nicht mehr ganz junge Mann ist einer der drei Titelhelden von "Rosi, Kurt und Koni", einem Dokumentarfilm von Hanne Lassl, der sich auf ebenso gekonnte wie gewitzte Art und Weise eines denkbar sperrigen Themas annimmt: des sogenannten "funktionalen Analphabetismus", von dem rund eine Million Österreicher und Österreicherinnen betroffen sein dürften (soll heißen, diese oft in bildungsfernen Milieus aufgewachsenen Menschen verfügen nur über rudimentäre Lese- und Schreibkompetenz). Doch der Film ist keine soziologische Abhandlung, sondern zeigt, wie Roswitha, Kurt und Konrad sich in einer von Schrift und Vorschriften geprägten Welt zurechtfinden und schließlich über ihr Handicap triumphieren.

Ab Fr im Stadtkino im Künstlerhaus


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