Urbanes Betragen

Benimmfibel für Großstadtmenschen (205)

Stadtleben | aus FALTER 11/15 vom 11.03.2015

Leserin Flora P. schreibt uns, dass sie eine "Lärmallergie" habe. Telefonieren in der U-Bahn, Geschrei im Park und Musik im Freibad würden sie in den Wahnsinn treiben. Flora P. möchte nun wissen, ob und wie sie sich dagegen "wehren" dürfe.

Lärmbelästigung ist etwas Subjektives, die eine stört 's, den anderen nicht. Man könnte nun sagen, die Freiheit des einen beginnt, wo die Freiheit des anderen aufhört. Wenn Sie sich also belästigt fühlen, müssten demnach die anderen damit aufhören, Sie zu belästigen.

So einfach ist es aber nicht. Soll man Fremde in der U-Bahn einfach anmaulen, sie hätten stante pede leise zu sein? Kann man probieren, wobei der andere dann vielleicht aus Trotz noch lauter wird. Selbiges gilt für die Musik im Freibad. Was also tun? Wer keine Schlägerei will, sollte dem Lärm bestmöglich ausweichen. Oder sonst einfach den Musik-Player nehmen und ins Wasser schmeißen.

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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