"Gabalier ist die Antwort auf den Islamismus"

Ernst Molden und Der Nino aus Wien sichten auf ihrem ersten Duo-Album die lokale Musikgeschichte. Ein Gespräch über Glanz und Elend des Austropop

Interview: Gerhard Stöger | Feuilleton | aus FALTER 11/15 vom 11.03.2015


Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

Ernst Molden und Nino Mandl alias Der Nino aus Wien sind ein ungleiches Paar. Molden, 47, sieht aus wie ein verwegener Großstadtcowboy, den nichts erschüttern kann, während Mandl, 27, einem großen Buben gleicht, der zu viel ungesunde Substanzen nascht und schon vom nächsten Windstoß verblasen werden könnte.

Was Molden und Mandl eint: Sie sind die herausragenden Wiener Liedermacher der Gegenwart. Live seit 2011 zeitweilig auch im Duo aktiv, veröffentlichen sie mit „Unser Österreich“ nun ihre erste gemeinsame Platte. Sie enthält zwölf intime Coverversionen alter Austropop-Songs und sollte ihre Popularität noch weiter steigern.

Zum vormittäglichen Gespräch bei Pfefferminztee und Coca-Cola im Café Heumarkt erscheinen beide angeschlagen: Ernst Molden ist bei Regen mit dem Rad ins Musikfachgeschäft gefahren und krank zurückgekommen, Der Nino aus Wien musste soeben erstmals eine Tour abbrechen, weil er sich auf einer Konzertreise durch Deutschland die Grippe eingefangen hatte. Fieber? „Ich hab’s nicht gemessen, aber gefühlte 40 Grad“, sagt er in verschlafen-nasalem Tonfall. Nikotin muss trotzdem sein, daher wird das Gespräch mittendrin vorübergehend ins Raucherzimmer verlegt.

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