Nicht nur Frauen brauchen Quoten

Wenn sich Österreich endlich zum Besseren verändern will, müssen wir auch über Männerquoten reden

Falter & Meinung | Kommentar: Barbara Tóth | aus FALTER 11/15 vom 11.03.2015

Es wäre eine Revolution. Ein Projekt, das Kommentatoren als "Paukenschlag" und "großen Wurf" loben würden. Das Steuerreformschlamassel und das Heta-Debakel wären vergessen, und Österreich stünde als Land da, das ja doch etwas weiterbringt. Als Eldorado der Geschlechtergleichberechtigung. Als so fortschrittlich, wie es einer wohlhabenden, von der Sozialen Marktwirtschaft geprägten und jahrzehntelang sozialdemokratisch regierten, mitteleuropäischen Demokratie entspricht.

Aber es bräuchte Mut, dieses Projekt durchzubringen. Den Kampfgeist der zuständigen Ministerinnen, die Rückendeckung des Vizekanzlers und Kanzlers und vor allem so etwas wie gesellschaftspolitische Vision. Also leider das Gegenteil von dem, was derzeit die österreichische Regierung antreibt: eine Politik des geringsten Widerstands.

Nein, die Rede ist hier nicht von der verpflichtenden Frauenquote für Großunternehmen und den Staatsdienst, die die deutsche Regierung rechtzeitig vor dem Weltfrauentag am 8. März


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