"Sperrt die schöne Schmelz auf!"

Folge V: Die Schmelz in Rudolfsheim-Fünfh aus ist eine große Kleingartensiedlung mit schönen Vereins-Sportplätzen, die aber für die Öffentlichkeit gesperrt sind. Edith Wildmann will das ändern

Reportage: Hannah Schifko | Politik | aus FALTER 11/15 vom 11.03.2015

"Gib mir daas", brüllt ein kleines Mädchen ihrem Bruder entgegen und grapscht nach dem Tischtennisball in seiner Hand. Den dazugehörigen Vater interessiert das nicht. Er sitzt auf einer Picknickbank und wartet darauf, dass seine Kinder fertiggespielt haben und er seine Saftflaschen wieder einpacken kann. Um ihn herum stehen an einem dieser ersten sonnigen Märznachmittage viele weitere Eltern, die, während sie tratschen oder ihre Sonntagszeitung oder auf ihren Smartphones lesen, darauf hoffen, dass auch ihre Kinder sich an der Korbschaukel oder dem Drehteller abarbeiten dürfen.

Der kleine, überschaubare Spielplatz auf der sich über 30 Hektar erstreckenden Schmelz lehrt Kinder, was Altruismus bedeutet. Nur einen Kinderfrisbeewurf entfernt gäbe es den 2700 Quadratmeter umfassenden Rollsportplatz des ASKÖ, der, durch einen hohen Zaun abgetrennt, für das gemeine Volk nicht zugänglich ist.

An diesem Tag steht das Tor zum Platz zufällig offen, drei Burschen haben ihre Chance gewittert

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