Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 11/15 vom 11.03.2015

Pop

Attwenger: Spot

Unter all den Schmähs der oberösterreichischen Ziehharmonika-Schlagzeug-Polkapunk-Anarchos ist das wohl der beste: Attwenger sind binnen weniger Sekunden klar identifizierbar und vermögen doch auch nach 25 Jahren Anti-Heimatmusik noch zu überraschen. Mit dem elektronischer als zuletzt gehaltenen 2015er-Modell setzen sie auf das kurze Format: zwölf flotte Zweieinhalbminüter, unterbrochen von elf pointierten Zwischenspielen unterschiedlicher Art. Einmal mehr: sehr lässig! (Trikont) GS

Live: Wuk, 14.3., 20 Uhr

Pop

Levon Vincent: Levon Vincent

Der in Berlin lebende New Yorker Levon Vincent gilt als heiße Technoaktie - obwohl oder gerade weil er nicht auf Star-DJ, sondern strikt auf Underground macht. Auf seinem Album erweist er sich als ungemein facettenreicher Produzent. Von fast schon an 1980er-Soundtracks erinnerndem Synthesizerporno über die klassische Basic-Channel-Schule bis hin zu deepen Klängen und Referenzen an beseelten Detroit Techno fehlt es an nichts. Und es ist immer eine eigene Handschrift erkennbar. Ein Fest für die Ohren. (Novel Sound) SF

Klassik

Philippe Jaroussky: Green

Bisher kannte man den wohl besten Countertenor der Welt vor allem als Interpret barocker und geistlicher Musik. Jetzt zeigt Jaroussky, wie gut er auch mit Liedern umgeht. Auf zwei CDs singt er Vertonungen des französischen Dichters Paul Verlaine. Insgesamt 43 hinreißend schöne Stücke verschiedener Komponisten hat er hier zusammengetragen, jedes eine Welt für sich. Benannt hat Jaroussky das Album übrigens nach einem Gedicht Verlaines und dessen Lieblingsgetränk, dem Absinth. (Erato/Warner) MDA


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