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"Und in der Mitte der Erde war Feuer", ein Porträtfilm

Lexikon | aus FALTER 11/15 vom 11.03.2015

Eine beeindruckende alte Dame, anno 1912 in Prag geboren, 1939 mit Mann und Kind nach Ecuador geflohen, steht im Mittelpunkt dieses Films: Vera Kohn, die nach Krisen und schwerer Krankheit im Alter von 57 Jahren in Psychologie promovierte, um in Quito als Therapeutin zu arbeiten und Zenmeditation zu unterrichten. Der Titel von Bernhard Hetzenauers sehenswertem Porträtfilm "Und in der Mitte der Erde war Feuer" leitet sich von einem Bild aus einem Traum her, den Vera als Kind hatte, und bezieht sich eventuell auf die schmerzliche Suche nach ihrer eigenen inneren Mitte. "Heilen", sagt Dr. Kohn in ihrem wunderbaren Deutsch alter Prager Schule, "ist eine Übertragung von Harmonie". Dabei mag auch die Kunst eine Rolle spielen. Ihre zweite große Liebe galt der Schauspielerei und so legt Vera Kohn am Ende auf abgedunkelter Bühne noch einen mitreißenden Auftritt hin.

Im Burg-Kino, Do 12.3. und Di 17.3. jeweils 19.00 (OmenglU)


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