Der gute Ton

Von wegen Neubau-Bobostan: Papa Freddy's Wiener Beisl im siebten Bezirk liegt "am Grund"

Stadtleben | Tschocherl-report: Arthur Fürnhammer | aus FALTER 11/15 vom 11.03.2015

Ibin a Gscherte", sagt Frau Christine Pollak, die Chefin von Papa Freddy 's Wiener Beisl. Die gebürtige Retzerin denkt dabei nicht etwa Schlechtes von sich selbst, sie spielt damit nur auf die ursprüngliche Bezeichnung der Wiener für jene an, die vom Land in die Großstadt gezogen sind. Bevor dann auch die Gscherten irgendwann damit angefangen haben, die Wiener als Gscherte zu bezeichnen. Womit eigentlich ein jeder ein Gscherter war.

Von den Gscherten vom Land, also den echten, gäbe es jedenfalls unter den Gästen von Papa Freddy's einige, meint Frau Pollak. Vor allem "Burgenlandler","Bucklige" (von der Buckligen Welt) und Weinviertler - Leute, die zum Arbeiten unter der Woche in Wien sind und am Freitag, manchmal auch schon am Donnerstag, wieder zurückfahren aufs Land.

Der Konnex zum Ländlichen ist auch am Interieur von Papa Freddy's unübersehbar. In der Mitte des Schankraums dient ein altes Weinfass als Stehtisch. An der Wand hängt ein Kummet und anderes Fuhrwerkszubehör, das Frau


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