2:0 für Peter Westenthaler

Warum der Ex-BZÖ-Politiker von zwei Anklagepunkten freigesprochen wurde

Stadtleben | Prozessprotokoll: Johann Skocek | aus FALTER 11/15 vom 11.03.2015

Am Ende ist alles so, wie Peter Westenthaler es am liebsten hat: alle Lichter auf ihn. Vor ein paar Minuten sind er und der Mitangeklagte Thomas K. vom Vorwurf freigesprochen worden, den ÖFB und die Republik Österreich um eine Million Euro betrogen zu haben. Richter Wolfgang Etl und der Schöffensenat haben Westenthaler auch vom Vorwurf befreit, im Jahr 2006 an einer mutmaßlich unrechtmäßigen Zahlung über 300.000 Euro der Österreichischen Lotterien an die BZÖ-Werbeagentur Orange mitgewirkt zu haben.

Jetzt steht er vor den Kameras und Mikrofonen und erklärt, dass er immer unschuldig war. Angriffsmodus. Die Politik müsse die Staatsanwaltschaft "unter Kontrolle stellen", sagt er. Oberstaatsanwältin Barbara Schreiber habe ihn "als Gauner und Betrüger" hingestellt. Anklagen "ohne rechtliche Grundlage" wie die gegen ihn "können Existenzen vernichten".

Westenthaler will nun an die Neuordnung seines Lebens schreiten. Das soll künftig fern der Scheinwerfer stattfinden.

Warten wir ab.


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