Nordkorea hat gewählt

In der Wirtschaftskammer erhält eine Fraktion mit 36,7 Prozent der Stimmen die Absolute. Wie geht das?

Politik | Spurensuche: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 11/15 vom 11.03.2015

In der Politik geht es um Symbolik. Parteien demonstrieren Stärke und verpassen sich ein Macher-Image. Macher werden gewählt. Deshalb sagen sie Sätze wie: "Wir sind die stärkste Partei." Oder noch besser: "Wir haben die absolute Mehrheit." Und noch besser: "Eine Zweidrittelmehrheit zu erhalten ist ein tolles Ergebnis." Das hat Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl vor zwei Wochen in der "ZiB 2" gesagt. Sein schwarzer Wirtschaftsbund konnte die Zweidrittelmehrheit aufs Zehntel genau verteidigen: 66,6 Prozent. In Wien schaffte der Wirtschaftsbund immerhin mit 50,6 Prozent die absolute Mehrheit. Auch hauchknapp.

Sind diese Ergebnisse Zufall? In der vergangenen Woche trat Volker Plass von der Grünen Wirtschaft eine Debatte zum Wirtschaftskammer-Wahlergebnis los. Er behauptet, es sei "manipuliert". Hat er recht? Der Falter hat recherchiert, wie der ÖVP-Wirtschaftsbund in Wien die absolute Mehrheit verteidigen konnte. Und stieß auf allerhand Kuriositäten.

Ein Beispiel: Der Sozialdemokratische


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige