VOM HINGREIFEN ZUM ÜBERGRIFF

Warum sexueller Missbrauch im Sport immer noch ein Tabuthema ist


Bericht: Johann Skocek
Stadtleben | aus FALTER 12/15 vom 18.03.2015

Der prominenteste Fall ist wohl der des Judo-Doppelolympiasiegers Peter Seisenbacher. Mehrere Mädchen, die er als Vereinstrainer in Wien Anfang der 2000er-Jahre betreute, haben vergangenen Sommer eine Sammelklage gegen ihn eingebracht. Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigt laufende Ermittlungen wegen angeblichen, auch schweren Missbrauchs von Unmündigen. Es gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

Der Fall Seisenbacher aber ist kein Einzelfall. In den vergangenen Jahren wurden einige Fälle bekannt, in denen Sportler von ihren Trainern missbraucht wurden. Ein österreichischer Leichtathletiktrainer etwa, der in Deutschland arbeitete, wurde 2009 vom Landgericht München wegen jahrelangen Missbrauchs jugendlicher Sportler zu acht Jahren Haft und Sicherheitsverwahrung verurteilt.

Missbrauch im Sport ist ein Tabuthema. Bislang gibt es keine Erhebungen, die das Ausmaß beziffern. Aber langsam bröckelt die Omertà. In einer 2007 unter der Redaktion der deutschen Sportsoziologin Bettina

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