Kampf um den Kanal

Folge VI: Stadtplanerin Gabu Heindl, Co-Autorin der Donaukanal-Partitur, setzt sich dafür ein, dass die schönsten Plätze am Ufer des Donaukanals auch weiterhin allen Wienerinnen und Wienern zur Verfügung stehen

Politik | Bericht: Wolfgang Zwander | aus FALTER 12/15 vom 18.03.2015

Geht man mit Gabu Heindl den Wiener Donaukanal entlang, dann ist das kein Spaziergang, sondern eine Stadtplanungsdiskussion. Der Donaukanal, diese Freizeitpromenade im Herzen Wiens, sei umkämpftes Gebiet, sagt Heindl.

Sie hat hier über jedes Eck, ja fast über jeden Pflasterstein etwas zu erzählen. Und sie meint, es stelle sich heute die Frage, für wen der Kanal in erster Linie da sei: "Für die Bürger, um sich zu erholen, oder für Gastronomen, um möglichst hohe Gewinne zu machen?"

Der Donaukanal zweigt bei Nussdorf vom Donau-Hauptstrom stadteinwärts ab, fließt nahe dem Alberner Hafen wieder zurück in die Donau und bildet somit das Westufer der Insel, auf der sich die Bezirke zwei und 20, also die Leopoldstadt und die Brigittenau, befinden. Am Schwedenplatz vorbei fließt er mitten durch das Zentrum.

Für Gastronomen ist die "Kleine Donau", wie der Kanal einmal heißen sollte, ein boomender Boden. Das Badeschiff und die Hermann-Strandbar, die Adria und der Tel Aviv Beach sind nur


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