Ausstellung Vernissage

Pracht und Elend der Ringstraßenära

Lexikon | NS | aus FALTER 12/15 vom 18.03.2015

Epstein, Ephrussi oder Todesco: Es waren jüdische Bauherren, die mit ihren Prachtbauten das Gesicht der Wiener Ringstraße mitprägten. Im Jüdischen Museum geht anlässlich des 150. Jubiläums des etwa vier Kilometer langen Boulevards die Ausstellung "Ringstraße. Ein jüdischer Boulevard?" den vielen Facetten seiner Baugeschichte und den gesellschaftlichen Entwicklungen der damaligen Ära nach. Der Fokus richtet sich auf das kulturelle Engagement einer kleinen Elite von Bankiers und Unternehmern, die zur wirtschaftlichen Blütezeit beitrugen, ebenso wie auf die soziale Kluft, die immer größer wurde. Der wachsende Antisemitismus machte Feindbilder vom "kapitalistischen Börsejuden" bis zum "zerlumpten Ostjuden" salonfähig.

Jüdisches Museum, Di 19.00; bis 4.10.


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