Hier passt jedes Kind rein

Wie eine gemeinsame Schule der 10-bis 14-Jährigen konkret funktionieren kann

Stadtleben | Schulversuch: Sibylle Hamann | aus FALTER 12/15 vom 18.03.2015

Die Idee ist grundsätzlich gut: Alle Zehn- bis 14-Jährigen sollen gemeinsam in die Schule gehen, auch in Wien, wo die soziale Sortierung extremer ist als anderswo. Aber nach der ersten Evaluierung der Neuen Mittelschule, die enttäuschende Ergebnisse brachte, hat sich Ratlosigkeit breitgemacht. Wie könnte eine gemeinsame Schule ausschauen, die besser ist als die NMS und so attraktiv, dass sie auch Kinder aus bildungsnahen Familien anlocken kann?

Anregungen könnte man sich aus Deutschland holen, bei der Bildungsreformpionierin Margret Rasfeld. Die quirlige Mittfünfzigerin leitete eine Gesamtschule in Essen, bevor sie 2007 die "Evangelische Schule Berlin Zentrum" aufbaute. Anders als der Name vermuten ließe, ist dies keine elitäre Klosterschule in einer Villa, sondern eine Gemeinschaftsschule in einem DDR-Beton-Zweckbau, etwa ein Drittel der Eltern hier sind Hartz-IV-Empfänger. Die Schule ist inklusiv, also für Kinder mit Lernschwächen oder Behinderungen ebenso offen wie für Hochbegabte.


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