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Was den Antisemitismus salonfähig machte

Lexikon | JG | aus FALTER 12/15 vom 18.03.2015

Wenn man über die Geschichte des Antisemitismus in Österreich spricht, bezieht man sich meist auf zwei Epochen: die Nazizeit oder die späten Jahre der Donaumonarchie, als etwa Wiens Bürgermeister Karl Lueger den Hass auf Juden salonfähig machte. Eine Konferenz fügt dieser Betrachtungsweise einen neuen Aspekt hinzu. Es geht um den Antisemitismus in Österreich zwischen 1933 und 1938, also zwischen der Selbstausschaltung des Parlaments und dem "Anschluss". Die vortragenden Historiker befassen sich damit, welche Kräfte bei den Christlichsozialen und Sozialdemokraten den Antisemitismus schürten. Spannend klingt der Vortrag des Archivpädagogen Stefan Spevak, der den Antisemitismus am Beispiel alter Akten aus dem Wiener Stadtschulrat aufgearbeitet hat. Es verspricht eine facettenreiche und umfassende Veranstaltung zu werden.

Juridicum, Mo-Do, jeweils ab 9.00


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