Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Blaufränkisch

Ein Wein im souveränen Look und gutem Preis-Leistungs-Dings

Stadtleben | MS | aus FALTER 12/15 vom 18.03.2015

Der Blaufränkische ist eine Institution des Mittelburgenlandes. Aber auch im Weinviertel gibt es davon im Überfluss. Die Winzerfamilie Holzreiter aus Kleinwetzdorf nahe Hollabrunn hat einen properen auf Lager. Aber nicht nur ihr Blaufränkischer (Windberg Klassik) ist so, wie er sein soll - kräftig, dicht und dunkelrot, sondern auch der Rest des Sortiments ist fein. Es reicht von bekannten Größen wie Grüner Veltliner Weinviertel DAC über Roter Veltliner bis zum mittlerweile eher selten angebauten, kräftigen Goldburger (2014 ist bereits ausverkauft). An Rotweinen gibt's noch Zweigelt, Blauen Zweigelt und eine Barrique-Cuvée, die sich Rotwild nennt und Roesler enthält. Die Traubensorte zeichnet sich so wie der Goldburger dadurch aus, dass sie nahezu pilzresistent ist und den Einsatz von Fungiziden begrenzt. Angebaut wird auf rund acht Hektar.

Das Marketingkonzept ist reduziert und durchdacht: Die Familie ist, so wie bei den meisten Winzerbetrieben, das zentrale Element. Für die Flasche hat man sich ein weißes Etikett mit schwarzer Banderole ausgedacht, das das Erscheinungsbild ungemein souverän wirken lässt. Auch der Lieferservice stimmt. Die Wiener und Wienerinnen können froh sein, denn jeden Mittwoch wird ohne zusätzliche Kosten geliefert, wenn man sich für den Kauf von mindestens zwölf Flaschen entscheidet.

Ob das ein gutes Ende nimmt, was die Gesundheit betrifft? Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die Weine von Holzreiter stimmen - was Preis und Leistung im Verhältnis betreffen.


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