Theater Kritiken

Großbürgerlich bösartig im Haus am Meer

Lexikon | SS | aus FALTER 12/15 vom 18.03.2015

Üblicherweise hagelt es bei Thomas Bernhard Bösartigkeiten, so auch in "Am Ziel". Während die Mutter (Andrea Jonasson) monologisiert, packt die Tochter (Therese Lohner) Kleider für die alljährliche Reise ins Haus am Meer. Es geht ums sinnlose Theater-Abo, den Vater, den sie nur des Besitzes wegen geheiratet hat, und den Schriftsteller, der sie begleiten soll. Auch vor der erwachsenen Tochter, die im Dienstmädchen-Outfit vor der Mutter kniet, machen die Gemeinheiten keinen Halt. Regisseur Cesare Lievi hat das Stück klassisch inszeniert und während der erste Teil noch seine komischen Momente hat, wird es nach der Pause öd. Das liegt vor allem daran, dass der Abend doch nicht so richtig bösartig werden mag.

Theater in der Josefstadt, Sa 19.30 , So 15.00,19.30


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