Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs

Am Anfang herrscht Ruhe. Aber im Zentrum dreier Spielfilme, die bei der Diagonale ihre Österreichpremiere feiern, stehen Frauen, deren Welt aus den Fugen gerät

Krisenintervention: Maria Motter, Tiz Schaffer | Steiermark | aus FALTER 12/15 vom 18.03.2015


In „Superwelt“ spricht Gott zur verstörten Supermarktkassiererin Gabi (Foto: Filmladen Filmverleih)

In „Superwelt“ spricht Gott zur verstörten Supermarktkassiererin Gabi (Foto: Filmladen Filmverleih)

Eine Supermarktkassiererin, zu der plötzlich Gott spricht; eine junge Frau, die erkennen muss, dass ihr Liebhaber ein Grenzgänger und Stalker ist; und eine Musikstudentin, die derart unter Druck gerät, dass sie ihrer eigenen Wahrnehmung nicht mehr trauen kann. In „Superwelt“, „Ma Folie“ und „HomeSick“ stehen Frauen im Zentrum, die von unversehens auftauchenden Bedrohungen an ihre psychischen Grenzen getrieben werden. Es herrscht der Ausnahmezustand.

Wenn Schauspieler ins Regiefach wechseln, ist mit Überraschungen zu rechnen. Uraufgeführt in Cannes 2011, war „Atmen“, der erste Spielfilm von Karl Markovics, hierzulande mit beinahe hunderttausend Besuchern ein Kinohit. Sein zweiter Spielfilm hat heuer die Diagonale eröffnet.

„Superwelt“ beginnt mit gesenktem Blick auf Asphalt, schließlich kommen ein Parkplatz und ein Supermarkt ins Bild. Der Barcode-Scanner piepst, der Kassiererin Gabi Kovanda (Ulrike Beimpold) folgt die Kamera aus der Luft nach Hause, über Landstraßen, ins Eigenheim. Gabis Alltag in einer ländlichen Siedlung ist beschaulich, ihre Ehe sowie die Einrichtung des Eigenheims sind öde. Es ist ein liebloses Nebeneinander. Bald wird sich Gabi seltsam verhalten, ist geistig stets abwesend. Zuerst ist nicht ganz klar, was mit ihr los ist. Dann stellt sich jedoch heraus, dass sie ein Zwiegespräch mit Gott führt. „Was wollen Sie von mir?“, fragt sie. Gabi beginnt rastlos in der Gegend herumzuwandern, kann nicht mehr schlafen und stürzt in eine Sinnkrise. Und nicht nur, weil ihre Familie sich die unangenehmen Fragen der Nachbarn gefallen lassen muss, wird diese in die Krise mithineingezogen.

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