Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 12/15 vom 18.03.2015

In letzter Zeit las man in dieser Kolumne viel von Abschied. Man könnte meinen, die Nachrichten aus dem Inneren würden bald in einen fetten schwarzen Trauerrahmen gezwängt. Dabei gibt's ja auch haufenweise gute Nachrichten.

Etwa, dass Nathalie Großschädl vor Wochen aus der Karenz zurückkehrte und ihr sonniges Gemüt seither wieder in die Falter- Woche strahlt. Oder dass Lukas Matzinger aus Liezen zu uns fand. Ein sympathischer Schönschreiber, der Vollgas gibt und die kommenden Monate das Stadtleben bereichert. Und dass uns - sie war gerade zur Vertragsunterschrift im Büro -Nina Brnada ab April verstärkt. Sie zählt zu den glänzendsten Journalistinnen des Landes und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Es tut sich viel Gutes im Haus. Und dennoch auch Trauer. Warum eigentlich?

Weil das Gefühl des Verlusts schwer wiegt, auch wenn man hofft, dass er nicht für immer ist. Wenn diese Ausgabe erscheint, hat Wolfgang Zwander seinen letzten Arbeitstag. Dieser charmante Filou aus Kärnten, der stets wie ein frischer Wind durch die Redaktionsstuben wirbelte. Er gewann die Menschen mit seiner Offenheit und begegnete allen stets auf Augenhöhe.

Die Neugierde - diese journalistische Grundtugend - trieb den begnadeten Erzähler weg vom Falter, hin zur Parlamentskorrespondenz. Der Falter verliert mit ihm einen liebenswerten Vollblutjournalisten mit Meinung, Herz und Hirn. Er fehlt schon jetzt. Mit Taschentüchern wischen wir Abschiedstränen aus den Augenwinkeln. Und winken den Neuen damit zu.


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