Kommentar Gesellschaftspolitik

Reform des Strafgesetzes: warum Pograpschen bestraft gehört


BARBARA TÓTH
Falter & Meinung | aus FALTER 13/15 vom 25.03.2015

In den USA ist der Fall von Emma Sulkowicz inzwischen legendär. Die Kunststudentin der Columbia Universität in New York schleppt, wann immer sie am Campus unterwegs ist, eine schwere, blaue Matratze mit sich herum. "Carry That Weight" - "Trage diese Last", hat sie ihre Performance getauft. Auf einer ähnlichen Matratze wie dieser sei sie von ihrem Kommilitonen Paul Nungeßer, einem deutschen Gaststudenten, im August 2012 vergewaltigt worden. Behauptet Emma zumindest. Paul sieht das anders, die Ermittlungen liefen ins Leere.

Die Debatte über eine angebliche "Vergewaltigungskultur" ist an US-Universitäten hochaktuell. Hochschulen haben "Büros für sexuelles Fehlverhalten" eingerichtet. "Yes means yes" heißt umgangssprachlich ein neues Gesetz, dass kalifornische Studentinnen und Studenten ermutigen soll, sich gegenseitigen Einvernehmens zu versichern, bevor sie miteinander ins Bett gehen.

In Österreich hat Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) nun eine Reform des Paragrafen

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