24-Stunden-Pflege in Österreich: prekäre Rechtslage, Behördendickicht

Politik | aus FALTER 13/15 vom 25.03.2015

Demografie: Die Zahl der über 65-Jährigen steigt bis 2060 auf 2,5 Millionen Menschen an, das sind 28,6 Prozent der Bevölkerung. Laut Schätzungen wird eine Million von ihnen auf Pflege angewiesen sein.

Pflegegeld: Im Jänner erhielten laut Sozialministerium 451.803 Personen Pflegegeld, insgesamt waren 457.821 pflegebedürftig. Das sind 5,33 Prozent der Bevölkerung, 65 Prozent davon waren Frauen. Ende 2014 haben fast 21.000 Menschen die Förderung der 24-Stunden-Betreuung bezogen, das ist mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zu 2010. Für die Förderung der 24-Stunden-Betreuung muss mindestens Pflegestufe drei bestehen, man darf maximal 2500 Euro netto verdienen. Die Förderung vom Bund beträgt 550 Euro, wenn eine selbstständige Betreuerin engagiert wird, oder 1100 Euro, wenn eine unselbstständig beschäftigte Betreuerin, die über eine gemeinnützige Organisation vermittelt wurde, ins Haus kommt.

Behördendickicht: Rund vier Milliarden Euro werden vom Bund für die Pflege aufgewendet,


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