Kolumne Außenpolitik

Terrorismus in Tunesien: Kippt das Land der Hoffnung?

Falter & Meinung | FRANZ KÖSSLER | aus FALTER 13/15 vom 25.03.2015

Erst der Überfall auf das Bardo-Museum in Tunis hat wieder einmal in Erinnerung gerufen, welches Pulverfass sich an den EU-Grenzen im südlichen Mittelmeer gebildet hat.

Die arabischen Revolutionen sind - mit der einzigen Ausnahme Tunesiens -gescheitert, in einigen Ländern - von Syrien bis Libyen -hat sich ein gefährliches Machtvakuum aufgetan, in dem eine ganze Palette islamistischer Milizen operiert und mit ihren Terroraktionen bis nach Europa reicht. Die Energieflüsse von Nordafrika in die europäischen Wirtschaften sind gefährdet, die Flüchtlingswellen sind immer schwerer zu bewältigen.

Im Süden Europas wird das Problem stärker wahrgenommen. Auch wegen der geografischen Nähe: Von der italienischen Insel Pantelleria aus kann man bei klarem Wetter die Küste Tunesiens sehen, sie ist nicht weiter entfernt als Krems von Wien.

Italiens Wirtschaft, die drittstärkste des Euroraums, ist mit einer Gaspipeline mit Libyen verbunden. Ein Drittel ihres Gasbedarfs deckt sie aus Algerien,

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