Architekturskandale: Projekte, die zu Kontroversen führen

Stadtleben | aus FALTER 13/15 vom 25.03.2015

Es sind wenige, aber um so heftiger debattierte Projekte, die die Wiener Öffentlichkeit in den letzten Jahren erhitzt haben. Die heftigsten Wortgefechte finden zweifellos beim Wiener Eislaufverein statt, wo die Hochhauspläne zur Erweiterung des Intercont-Hotels von Bürgern wie Fachleuten bekämpft werden. Problematisch schon der Anfang: Der dem Innenministerium unterstehende Wiener Stadterweiterungsfonds verkaufte das Grundstück 2008 um 4,2 Millionen Euro, obwohl Angebote von bis zu neun Millionen Euro vorgelegen hatten, wie der Rechnungshof kritisierte. 2012 wurden die Neubaupläne der Wertinvest, einer Tochter der Investmentfirma Global Equity Partners, für das gealterte Sixties-Hotel konkret. Dafür startete die Stadt eines der ersten kooperativen Verfahren, eine Art Workshop aus Planern, Fachleuten und Magistrat.

Was damals auf die Konsens-Schiene gesetzt wurde, entgleiste spätestens beim darauffolgenden Architekturwettbewerb. Dieser stellte zwar die Art des Neubaus frei, doch


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