Wie die Schafe im Garten Eden

Pipilotti Rists neue Kremser Videoinstallationen führen in eine heile Welt

Feuilleton | AUSSTELLUNGSKRITIK: NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 13/15 vom 25.03.2015

Sie sieht fast noch genauso aus wie vor 17 Jahren: Dieselbe schmale Figur, derselbe knallrote Lippenstift, und auch ihren Stilmix aus Arbeiterkluft und Sixtiesmode hat Pipilotti Rist beibehalten. Beim Pressetermin zu ihrer Retrospektive in der Kunsthalle Krems lacht sie herzlich und macht für die Kameras Faxen. Obwohl die zierliche Schweizerin zu den gefragtesten Künstlerinnen weltweit zählt, tritt sie immer noch so unkompliziert auf wie bei ihrer Schau in der Kunsthalle Wien 1998.

"Komm Schatz, wir stellen die Medien um &fangen nochmals von vorne an" heißt der jetzige Rückblick auf drei Jahrzehnte Pipilotti. Die Videoinstallationen führen in paradiesische Welten, in denen die Schwerkraft ausgehebelt scheint und die Sinne miteinander verschmelzen.

Einfach nur niederlegen, schauen, staunen: Die Schau setzt mit meditativen Orgelklängen ein. Die Videoinstallation "Homo sapiens sapiens" entstand ursprünglich für die venezianische Kirche St. Stae, wo sie 2005 auf das Gewölbe des Kirchenschiffs


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