"Varoufakis ist ein großartiger Intellektueller"

Der US-Ökonom James K. Galbraith über seinen guten Freund, den griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis, Deutschlands "Propagandaklimbim" und sein neues Buch

Politik | INTERVIEW: ROBERT MISIK | aus FALTER 13/15 vom 25.03.2015

James K. Galbraith und Yanis Varoufakis, das ist die Geschichte einer intellektuellen Männerfreundschaft. Galbraith holte seinen griechischen Kollegen an seine University of Texas. Dann bat Varoufakis Galbraith nach Athen. Gemeinsam haben sie ein Buch geschrieben ("Bescheidener Vorschlag zur Lösung der Eurokrise") und betreiben ein Blog.

Falter: Sie waren unmittelbar nach dem Wahlsieg von Syriza in Athen. Wie war die Stimmung?

James K. Galbraith: Ich war Anfang Februar in Athen und später dann bei den Verhandlungen in Brüssel dabei. Die Stimmung in Athen war unbeschreiblich. Es herrschte plötzlich ein Gefühl des Stolzes und der wiedererlangten Würde, und zwar unter ganz normalen Griechen. Sie hatten das bisherige Verhältnis zu Europa als demütigend empfunden, und man spürte, wie das mit einem Mal abfiel. Man spürte auch die Freude, dass man das bisherige Kartell der regierenden Parteien endlich los ist.

Darüber haben sich nicht nur die linken Anhänger von Syriza gefreut?

Galbraith:


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