Auf dem Weg in die Dreiklassenmedizin

Zwei Versicherungen wollen ein neues Privatspital beim AKH bauen. Die Stadt lässt es zu. Warum?

Politik | RECHERCHE: DIETER HÖNIG | aus FALTER 14/15 vom 01.04.2015

Der Deal scheint so einfach wie raffiniert. Die Stadt Wien tauscht ein 5000 Quadratmeter großes Grundstück auf dem AKH-Gelände, auf dem sich derzeit Personalwohntürme befinden, gegen ein anderes in der Josefstadt, auf dem die Privatklinik Confraternität steht. "Goldene Meile" nennen Ärzte die Gegend rund um das AKH heute schon. Hier haben sich gleich mehrere Privatspitäler angesiedelt, die mit dem Standard eines Luxushotels werben. Operiert wird in der Universitätsklinik von namhaften Professoren, die sich so etwas dazuverdienen. Ein neues Privatspital, mitten auf dem AKH-Gelände, käme den beiden Betreibern des Grundstückstausches, den Versicherungen Uniqa und Wiener Städtische, also sehr gelegen. Die Stadt Wien erhielte dafür nur ein verkehrsgünstig gelegenes Palais mit kleinem Park mitten im Achten.

Aber warum unterstützt die Stadt diesen Deal? Hat sich die Wiener SPÖ nicht immer gegen eine "Dreiklassenmedizin" (Finanzstadträtin Renate Brauner) ausgesprochen? Auch die


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