Faule Väter dringend gesucht

Väter mit Baby im Tragetuch sieht man am Yppenmarkt, aber nicht in der Statistik

Stadtleben | APPELL: GEORG RENÖCKL | aus FALTER 14/15 vom 01.04.2015

Auf dem Pensionskonto-Fragebogen der PVA wird gefragt: "Haben Sie Kinder in Österreich, der Schweiz oder in einem EU/EWR-Staat erzogen?" Und als Anmerkung steht unter den Ja/Nein-Kästchen noch zu lesen: "Hinweis für männliche Versicherte: Anspruch auf Anrechnung von Zeiten der Kindererziehung hat vorrangig die weibliche Versicherte. Wenn jedoch Sie selbst das Kind (die Kinder) überwiegend erzogen haben, beantworten Sie bitte obige Frage."

Als ich diesen Fragebogen vor einigen Monaten bekommen habe, war ich ratlos. Abgesehen von den semantischen Spielräumen, die der Ausdruck "überwiegend erzogen" eröffnet: Was macht ein Vater, der seine Kinder nicht "überwiegend erzogen" hat? Die Frage ignorieren? Dann bräuchte es kein Nein-Kästchen. Dieses ankreuzen und damit die eigenen Kinder offiziell verleugnen? Ich habe Ja angekreuzt und handschriftlich "50:50 mit meiner Frau" hinzugefügt.

Nach dem Durchsehen einiger Statistiken muss ich zugeben: Der PVA-Hinweis hat zwar wenig mit Logik,


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