Digitalia

IT-Kolumne

Medien | ANNA GOLDENBERG | aus FALTER 14/15 vom 01.04.2015

Im Onlinemagazin Hopes &Fear beschrieb ein Reporter seinen Alltag, den er internettechnisch eine Woche lang nur mit einem 56-k-Modem bestritt. Zur Erinnerung: kam 1998 auf den Markt, mit dem charakteristischen Einwähltonsingsang, und brauchte zum Laden von rund sieben Minuten Video etwa 40 Stunden.

Mit langsamem Internet kenn ich mich aus. Gelegentlich spinnt nämlich meines. Alles geschieht dann in Zeitlupe. Klick. Weißer Bildschirm. Ermunternd rufe ich: "Geh, komm, geh schon!" Nach maximal fünf Sekunden geht mein angespanntes Warten aber in Langeweile über. Ich kontrolliere abwechselnd Handy und Eiskasten und tue mir etwas leid.

Dem Reporter ging es ähnlich. Gmail war die einzige funktionierende Website. Sein Fazit: Es ist einfacher, den Computer gar nicht erst zu verwenden. Bin ich einverstanden. War im Eiskasten nicht noch Schokolade?


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige