Jodeln, bis es wehtut

Wie der oberösterreichische Bauernbub Simon Mayer zum Star der Performance-Szene wurde

Feuilleton | PORTRÄT: SARA SCHAUSBERGER | aus FALTER 14/15 vom 01.04.2015

Gstanzln, Jodler und zeitgenössischer Tanz treten normalerweise nicht zusammen auf. Und ein Schuhplattler ohne Lederhose ist eine Seltenheit. Männer tanzen auch keine Volkstänze miteinander, schon gar nicht nackt. Dass Volksmusik und Volkstanz auch auf einer Performancebühne funktionieren, musste der Tänzer und Choreograf Simon Mayer erst beweisen. In seinem Solo "Sunbengsitting" treffen Brauchtum und Traditionen auf moderne Choreografien.

"Sunbengsitting" machte den Bauernbub zum Star der Szene. Er tourt damit seit fast einem Jahr, nun ist sein neues Stück "Sons of Sissy" in Wien zu sehen. Es sei im Moment alles ziemlich viel, meint er, als er leicht verspätet zum Falter-Gespräch ins Café Rüdigerhof kommt. Das sei zwar großartig, aber Mayer sieht den Erfolg durchaus kritisch: "Es hat sich ein Markt in der Szene eingeschlichen, in dem Performer ohne Rücksicht vermarktet werden. Es ist eine ziemliche Fleischbeschau."

Dann erzählt er von seiner Kindheit auf einem Bauernhof in Oberösterreich.


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