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Falter & Meinung | BENEDIKT NARODOSLAWSKEI | aus FALTER 14/15 vom 01.04.2015

Medien müssen sich immer etwas einfallen lassen. Manches Druckwerk im Land namens Österreich erfindet Interviews, um die Auflage zu steigern. Andere Blätter verschenken mit dem Abo eine Vignette dazu. Der Falter wiederum versucht, die Leser jede Woche aufs Neue zu überraschen und widmet sich in der Osternummer dem -Überraschung! - Ei.

Das Ei zählt zu den faszinierendsten Gebilden dieser Welt. Biologisch gesehen, ist es die Grundlage des Lebens. Statisch gesehen handelt es sich um eine der zugleich zerbrechlichsten und stabilsten Formen. Physikalisch gesehen wird das Weiche ausgerechnet durch Erhitzen hart. Sprachlich gesehen zählt das Ei zu diesen seltenen Wortwundern, die nur aus Vokalen bestehen. Und kulturell gesehen ist es tief in der Menschheitsgeschichte verankert -vom Weltenei der Antike bis hin zum Osterei im Christentum. Kurzum, Ei ist geil.

Nirgendwo wird das offensichtlicher als bei Kindern, die euphorisch nach Eiernesterln suchen und -wenn sie die Eiernesterln gefunden haben - ebenso euphorisch nach der Schokolade zwischen den Ostereiern weitersuchen. Um unsere Leser in einen ebensolchen Dopaminrausch zu versetzen, hat die Redaktion in diesem Heft einen Haufen Eier versteckt. Jedes Mal, wenn Sie eines finden, können Sie schreien: "Da ist es! Haha, so ein leichtes Versteck!" Aber Sie müssen natürlich nicht. Vor allem nicht, wenn sie gerade mit der Bim fahren.

Wer nicht suchen mag, der findet auch so einige Leckerbissen im Heft. Viel Lesevergnügen und frohe Ostern.


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