Doping ist, wo Erfolg alles ist

Die Sucht nach Leistungssteigerung betrifft nicht nur Profis, sondern auch Hobbysportler

Stadtleben | REZENSION: JOHANN SKOCEK | aus FALTER 15/15 vom 08.04.2015

Bei volkstümlichen Sportveranstaltungen wie dem Vienna City Marathon greife jeder Dritte zu Medikamenten, die im Spitzensport auf der Dopingliste stünden, also verboten seien, behauptete der Trainingsdiagnostiker und langjährige "Dopingjäger" Hans Holdhaus 2009.

Holdhaus, Chef des Instituts für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung, hatte eine Umfrage unter Freizeitsportlern gemacht und meinte, viele von ihnen wüssten gar nicht, welch gefährliche Substanzen sie verwendeten. VCM-Organisator Wolfgang Konrad klagte daraufhin auf Widerruf - und verlor.

Der prominente deutsche Sportarzt Willi Heepe, der jahrzehntelang am Aufbau des Berlin-Marathons beteiligt gewesen war, wies damals Holdhaus' Zahlen als unwissenschaftlich zurück. Beispielsweise stünden viele Allergiemedikamente auf der Dopingliste.

Genau diese Zusammenhänge von "vorbildlichen", erfolgsorientierten Spitzensportlern und dem ihnen nacheifernden Heer an Freizeitsportlern verhandelt der Qualitätsmanager der österreichischen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige