Pop Tipps

Neues Album: Peter Weibel und sein Orchester

Lexikon | GS | aus FALTER 15/15 vom 08.04.2015

Der Künstler und Schnellsprech-Nuschelkaiser Peter Weibel sorgte mit der Artrockband Hotel Morphila Orchester für eine der bemerkenswertesten Blüten der Wiener New-Wave-Szene. "Ich bin tot im Kopf, ich bin krank im Schwanz!", sang er in "Dead in the Head", einem der HMO-Klassiker; in einem anderen, "Sex in der Stadt", las er aus Kleinanzeigen von Tageszeitungen vor. Das Original-Wirken des HMO beschränkte sich auf einige Jahre. In den 1990ern gab es zur Neuauflage des schmalen Werks auf CD eine einmalige Live-Reunion im Flex, viele Jahre später dann einen Termin beim Donaufestival, den Weibel mehr oder weniger alleine absolvieren musste, weil er mit einer Interviewaussage in der Presse unmittelbar davor seine Band vergrault hatte. Inzwischen ist offenbar alles wieder gut, und das kurz vor der Donaufestival-Geschichte aufgenommene, dann aber in der Schublade verschwundene zweite HMO-Album "Face to Face" nach "Schwarze Energie" (1982) erscheint doch noch. Nur wenige Monate nach dem umjubelten Auftritt im 21er Haus spielen HMO jetzt erneut in Wien. An Weibels Seite: Loys Egg (Rhythmusgitarre), Paul Braunsteiner (Sologitarre), Franz Dorfner (Bass) und Didi Kern (Schlagzeug).

Radiokulturhaus, Mo 20.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige