Thomas Forstner im Sackerl

58 Jahre Jahre "Wohin kleines Pony?": Das Haus der Musik vereinte die österreichischen Song-Contest-Teilnehmer. Ein schrilles Wiedersehen

Feuilleton | Reportage: Stefanie Panzenböck | aus FALTER 15/15 vom 08.04.2015

Es gibt ihn wirklich, den fliederfarbenen Anzug von Thomas Forstner. Der ehemalige Teeniestar mit der blonden Föhnfrisur trug ihn bei seinem Song-Contest-Auftritt 1989 in Lausanne. Nun kleidet das aus der Zeit gefallene Kostüm die Puppe in einer Vitrine der Ausstellung "60 Jahre Song Contest" im Innenhof des Wiener Hauses der Musik. Bei der Eröffnung am vergangenen Mittwoch posierte der sichtlich gerührte Musiker vor der lila glänzenden Pracht.

Forstner und sein Anzug sind ein Sinnbild der österreichischen Song-Contest-Erinnerung. Nachdem Ausstellungskurator und ORF-Musikjournalist Klaus Totzler das legendäre Stück Stoff aus Forstners Wohnung abgeholt hatte, trug er es im Plastiksackerl nach Hause. Passanten reichte ein flüchtiger Blick: "Alle am Weg haben gesagt, du hast Thomas Forstner im Sackerl", erzählt Totzler.

Wer wissen will, wie Österreichs Geschichte beim Eurovision Song Contest (ESC) verlaufen ist, kann sich in der Ausstellung auf einem Bildschirm durch alle 48 Beiträge


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