"Viele Frauen werden dazu sozialisiert, beim Sex passiv zu sein"


Interview: Anna Goldenberg
Politik | aus FALTER 15/15 vom 08.04.2015

An amerikanischen Universitäten werden mutmaßliche Vergewaltigungen durch eigene Gremien geahndet. Rechtsprofessorin Deborah Tuerkheimer über einen nicht unproblematischen Trend.

Falter: Wie unterscheidet sich bei Vergewaltigung die legale Definition von der Realität in den Vereinigten Staaten?

Deborah Tuerkheimer: Es ist wirklich interessant. Ich sehe in diesem Land eine Diskrepanz zwischen der strafrechtlichen Definition von Vergewaltigung und wie diese auf dem Universitätscampus gehandhabt wird. Im Strafgesetz gibt es in den meisten Bundesstaaten noch die Bedingung, dass physische Gewalt angewandt worden sein muss. Wenn jemand das nicht beweisen kann, dann ist es keine Vergewaltigung. In meinen Augen ist das ein Problem. Auf dem Universitätscampus, wo Vergewaltigung als Sex ohne Zustimmung definiert ist, sehen wir das nicht. Dann stellt sich allerdings die Frage, was Zustimmung ist.

Da gibt es zwei verschiedene Zugänge, "Yes Means Yes" und "No Means No". Worin besteht der Unterschied?

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