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Konkrete Poesie: Gesagtes verliert sich in Klang

Lexikon | SF | aus FALTER 15/15 vom 08.04.2015

Dieser Mann ist nicht zu fassen. Der Wiener Gerhard Rühm ist ein Grenzüberschreiter zwischen den Künsten, manche sehen in ihm sogar den raren Fall eines Universalkünstlers unserer Zeit. Als Mitbegründer der Wiener Gruppe machte er sich mit Sprachexperimenten einen Namen, trat aber ebenso als Komponist sowie als bildender Künstler in Erscheinung. Seine jüngste Veröffentlichung trägt den Titel "Hugo Wolf und drei Grazien, letzter Akt". Rühms Text ist als performatives Bühnenstück und als radiofoner Text im Sinne der Konkreten Poesie konzipiert. Jede der fünf auftretenden Personen spricht ausschließlich Wörter auf einen der Vokale a, e, i, o, u. So verliert sich Gesagtes in reinem Klang. Lesung und Vorführung des Werkes.

Alte Schmiede, Mo 19.00


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