Fräulein Fröhlich und die Schwachmatischen

Griaß di Gott im Puff: Antonin Svobodas grenzwertige Komödie "3 Eier im Glas" mit Stermann, Grissemann &Strunk

Feuilleton | Filmkritik: Michael Omasta | aus FALTER 15/15 vom 08.04.2015

Die drei Herren haben ihre Zukunft eher schon hinter sich. Barney Schweinheimer, vormals Model für Haarshampoo, macht jetzt Werbung für Treppenlifte. Herr Kiesel, Eigentümer der insolventen Musikhandlung Gnom, ist schwerer Alkoholiker. Und Drakul Kuhl, Sohn einer Eissalonbesitzerin, die als Serienmörderin entmündigt wurde, sitzt in seiner Villa und spielt Pingpong gegen sich selbst.

Es dauert nicht lang, bis die drei angezählten Fiftysomethings bei einem Saxofonkurs für Singles zusammenfinden. Man verrät keine Pointe, wenn man vorwegnimmt, dass sie am Ende zwar halbwegs Sax blasen, aber natürlich immer noch Singles sind. Und der vierte im Bunde, ein Tansanier in Wien, segnet das Zeitliche.

Schon einmal haben Dirk Stermann und Christoph Grissemann, aus Funk und Fernsehen beliebte Talker-Comedians, sich mit dem traurigen Hamburger Diskurs-Anarchisten Heinz Strunk auf ein Packel geschmissen und einen Film gedreht. 2007 war das, und ihr Folterkammerspiel "Immer nie am Meer" ein ziemlicher


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige