Der Wanda-Sänger im Gespräch: "Mir kommt es so vor, als hätten wir eine Bar eröffnet und keine Band gegründet

Feuilleton | Interview: Gerhard Stöger | aus FALTER 15/15 vom 08.04.2015

Marco Michael Wanda hat die Lederjacke diesmal zu Hause gelassen. "Man kann sich gar nicht vorstellen, wie die stinkt", sagt der 28-jährige Sänger und Liederschreiber der Wiener Band. "Wir schwitzen bei Konzerten durch das Leder durch, danach kann man die Jacken auswringen."

Im Oktober ist Wandas Debütalbum "Amore" erschienen, seitdem steht die deutschsprachige Popwelt Kopf. Wie in so vielen Nächten der vergangenen Monate hat Marco Wanda die Jacke auch in der Nacht vor dem Gespräch auf einer Bühne durchgeschwitzt. Trotz Hangover ist er an diesem Sonntagnachmittag überpünktlich im vereinbarten Café auf der Taborstraße erschienen und sichtlich guter Dinge, eine Zigarette in der Hand, Bier und Almdudler vor sich.

Falter: Herr Wanda, was erscheint vor Ihrem geistigen Auge, wenn Sie auf die vergangenen Monate zurückblicken?

Marco Michael Wanda: Menschen, Menschen, Menschen, Menschen! Ich habe jetzt einen Beruf, in dem ich so viele Menschen treffe wie eine Stewardess, es ist wirklich


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