Der Papa wird's schon richten...

Liam Neeson hat sich als Actionheld saniert: In "Run All Night" muss er wieder einmal seine Familie retten

Feuilleton | Filmkritik: Michael Omasta | aus FALTER 16/15 vom 15.04.2015

Allmählich wird Liam Neeson die Zeit knapp. 2008 hatte der Schauspieler noch "96 Hours", um seine Filmtochter aus der Gewalt albanischer Mädchenhändler in Paris zu retten. 2010 blieben ihm in "The Next Three Days" gerade einmal 72 Stunden, um seine Ehefrau aus dem Gefängnis zu holen. In seinem aktuellen Film hat er nur mehr eine Nacht, um seinen Sohn und dessen Familie vor einer Bande wild gewordener irischer Gangster zu beschützen.

"Run All Night", der Titel ist Programm. Doch wie viele Films noirs der 1940er beginnt auch dieser Krimi mit dem Ende und stellt vorab klar, dass alles Rennen und Schießen letztlich vergebens gewesen sein wird. Und also lässt Neeson, der hier Jimmy Conlon heißt, seine Gedanken die letzten 16 Stunden zurückschweifen, während er sein Leben aushaucht.

Einen Dreivierteltag vorher war die Welt noch in Ordnung. Er, der Ex-Killer, bekannt als Jimmy, der Totengräber, war wie immer sturzbetrunken und im Haus seines Ex-Chefs Shawn Maguire als Weihnachtsmann eingesprungen.


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