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Gast im Stadtkino: Jürgen Böttcher mit "Jahrgang 45"

Lexikon | aus FALTER 16/15 vom 15.04.2015

Prenzlauer Berg 1965. Ein langsamer Sommer in der Großstadt. Alfred, von Beruf Kfz-Mechaniker, hat frei. Lisa, seine Frau, ist Säuglingsschwester und muss zur Arbeit. Es kriselt wohl schon länger in der Ehe der beiden. Dann streunt Al durch die Stadt, schaut jungen Frauen nach, trifft sich mit den Jungs von der Motorradclique von früher und beginnt heftig mit einer Blondine namens Rita zu flirten. Viel mehr passiert nicht in "Jahrgang 45", dem anno 1965 gedrehten, ersten und letzten Spielfilm des großen Dokumentaristen Jürgen Böttcher. Im Jahr darauf, nach Ansicht des Rohschnitts, wurde der halbfertige Film wegen seiner "Heroisierung der Abseitigen" und "gegen die sozialistische Gesellschaft gerichteten" Aussagen verboten. An diesem Wochenende stellt Regisseur Böttcher die Digitalrestaurierung des Films und seine gleich nach dem Fall der innerdeutschen Grenze entstandene Doku "Die Mauer"(1989/91) persönlich vor.

Stadtkino im Künstlerhaus, Fr 19.00 +So 13.00 (jeweils Gespräch im Anschluss)


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