Eine Bohrinsel vor der Urlaubsinsel

Österreichs OMV darf in der Adria nach Öl suchen. Umweltschützer warnen den Konzern

Politik | Bericht: Nina Brnada | aus FALTER 16/15 vom 15.04.2015

Kroatien ist nahe genug, dass man mit dem Auto hinfahren kann, und doch so weit entfernt, dass man sich in einer anderen Welt wiederfindet. Rund 70 Kilometer von der Südgrenze Österreichs entfernt liegt das Land mit seinen 1244 Inseln und 1777 Kilometern Küste, mit Kieselstränden und Pinienwäldern. Gerade bei Österreichern ist die ex-jugoslawische Teilrepublik beliebt, hinter Italien die wichtigste Reisedestination.

Das Land bewirbt seine Schönheit in der Werbung als "zeitlos mediterran", doch Umweltschützern zufolge könnte sie bald Vergangenheit sein. Die kroatische Regierung will nämlich nach Öl- und Gasvorkommen auf dem Grund der Adria bohren lassen. Einer der wichtigsten Player bei diesem Projekt ist Österreichs teilstaatliche OMV. Sie hat mit dem US-amerikanischen Konzern Marathon Oil ein Konsortium gegründet und den Großteil der Bohrkonzessionen erhalten. Diese ermöglichen nicht nur die Erschließung, sondern im Fall einer Bergung von Reserven auch die Förderung von


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