Der Kiosk der Erinnerung

Das Weltmuseum Wien zieht in die Vorstadt und sammelt in einem Container die Lieblingsgeschichten der Ott akringer

Feuilleton | Reportage: Matthias Dusini | aus FALTER 16/15 vom 15.04.2015

Die Welt ist ein Container am Yppenmarkt. Nach der Schließung des Weltmuseums Wien am Heldenplatz zieht das ehemalige Museum für Völkerkunde in die Vorstadt hinaus. Der Neue-Welten-Corner dockt auf seiner ersten Station an das Kulturzentrum Brunnenpassage in Ottakring an. "In der Zeit, in der die Menschen nicht zu uns kommen können, versuchen wir alles zu tun, um sie trotzdem für unsere Themen zu interessieren", erläutert Steven Engelsman, Direktor des Weltmuseums.

Das ethnologische Museum fordert Bürgerinnen und Bürger auf, ihre liebsten Gegenstände mitzubringen und deren Geschichte zu erzählen. Engelsman ging bei der Präsentation am vergangenen Donnerstag mit gutem Beispiel voran. Sein Ding ist ein mexikanisches Geschicklichkeitsspiel namens Balero. Es besteht aus einem spitzen Stab und einer Schnur, an der ein kleiner Sombrero hängt. Der Ethnologe brauchte keine fünf Würfe, und das Hütchen saß auf der Stabspitze. Er habe das Spiel bei seinem ersten Besuch im Jahr 1975


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