Nüchtern betrachtet

Die Wiener Linien schulden mir einen Gin Basil Smash

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Feuilleton | aus FALTER 16/15 vom 15.04.2015

Abgesehen von den üblichen Verdächtigen wie Friede, Freundschaft und Bassklarinettenjazz vermag ich auch noch für ein paar andere Gebiete vergleichsweise starke Emotionen zu mobilisieren.

Eines davon ist der öffentliche Verkehr im Allgemeinen, sind die Wiener Linien im Speziellen. Öfter als "das pfiffige Bürschchen, mit dem ich dieses nicht ganz unfamose Kind gezeugt habe", werde ich von meiner Frau als "schleimiger häuplhagiografischer Schneebrunzer" bezeichnet, nur weil ich nicht anstehe, dem weitgehend reibungslosen Funktionieren von Bus, Bim, U-und Schnellbahn das ein oder andere Sonett (eher Petrarca als Shakespeare) zu widmen und ganz generell das gut geölte Geschiebe der Wienerstadt zu preisen, weil: "Hey, sogar die Buchfinken sind hier besser eingegrooved als in Mannheim, Manchester oder auf Mallorca!""Mallorca, Schmaforca!", brummt meine Frau und lässt beiläufig ein paar ungnädig gemeinte Bemerkungen bezüglich der Ähnlichkeiten zwischen dem Bürgermeister und dem Buchfinken


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