Theater Kritiken

Oh, Hedda Honey! Ibsen wird britisch

Martin Lhotzky | Lexikon | aus FALTER 16/15 vom 15.04.2015

In "Hedda", der Bearbeitung von Ibsens "Hedda Gabler" durch Alan Burgon, wirkt das junge Ensemble des Open House Theatres wie in einer Zeitschleife gefangen. Immer wieder erschießt sich Hedda (Maria Lohn) mit der Pistole vom Nazi-Opa. Ihren Ex-Lover Eliot (Tom Middler) hat sie durch Unterschlagung seines Manuskripts -ein klassischer MacGuffin! - in den Selbstmord getrieben. Eliots Liebste und Mitarbeiterin Tara (Julia C. Thorne) kommt dadurch wiederum Heddas Mann George (Noud Hell) viel zu nahe. Zur Untermalung krähen die Tiger Lillies vom Band. Warum sich George peu à peu in einen Clown samt roter Wuschelperücke, Tara in ein Engerl und Eliot in ein Teuferl verwandelt, wird nicht wirklich klar. Außer, man vertraut dem eigenen Text nicht. Engagiert, aber nicht sehr überzeugend.

Theater Spielraum, Fr, Sa, Mo 19.30

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FALTER 12/19
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