Wachsende Märkte

Heitere Atmosphäre, Vielfalt und emanzipatorisches Potenzial: ein Plädoyer fürs Einkaufen auf den Grazer Bauernmärkten

Steiermark | Marktbericht: Gerlinde Pölsler | aus FALTER 16/15 vom 15.04.2015


Foto: J. J. Kucek

Foto: J. J. Kucek

Biofisch zum Beispiel: Der ist gar nicht so leicht zu bekommen, aber auf den Bauernmärkten findet man ihn. Das Gut Hornegg verkauft seine Karpfen und Hechte, Fischsalate und Räuchermousses allein in Graz auf sieben Märkten. Die Fische verbringen ihr Leben in Teichen statt in Becken. „Die Karpfen bekommen keine Pellets, nur Biogetreide“, erklärt Heinrich Holler, „es dürfen kein Kunstdünger und keine Antibiotika angewendet werden.“ Bio ist auch auf den 16 Grazer Bauernmärkten im Kommen, drei davon verkaufen ausschließlich Bioware.

Aber auch bei konventionell hergestelltem Obst, Brot oder Wein ist es sinnvoll, direkt von den Landwirten zu kaufen: So können sie unabhängig wirtschaften und brauchen sich nicht mit den Konditionen von Handelsketten herumschlagen. Derart überleben auch kleinere Bauern, und das Geld bleibt in der Region. Nicht zuletzt überzeugt das Flair: Nur auf dem Markt kann man mit dem Imker über die Zukunft der Bienen plauschen und erklärt einem die Bäuerin, welche Standplätze die Jungpflanzen bevorzugen. Und wo sonst bekommt man eine Zehn-Kräuter-Mischung mit Gundelrebe und Taubnessel, um ein aromatisches Süppchen abzugeben? Der Falter hat fünf Märkte ausgewählt, die durch Vielfalt, Atmosphäre und/oder Bioangebot herausragen.


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