Klein-Taiwan im Burgenland

Chuang Shu-Chen macht aus der Sojabohne herrlichen Biotofu, den sie rustikal anrichtet

Stadtleben | Gerichtsbericht: Irena Rosc | aus FALTER 16/15 vom 15.04.2015

Tofu, ein "Quasi-Statement gegen Genuss, Schönheit, gegen Freude, für Askese, für Verzicht, für Bestrafung", wie es Florian Holzer einmal beschrieb, wird mit steigender Anzahl an Fleischkonsumverweigerern nicht mehr nur als Ersatzprodukt gesehen. Tofu, das pflanzliche, pure Eiweiß aus der Sojabohne, steht heute auch für Schönheit und Genuss ohne Tierqual. Die in Taiwan geborene, jetzt im Südburgenland lebende Chuang Shu-Chen, gelernte Kosmetikerin und Tofuproduzentin, muss es wissen. Zwei ihrer Tofus wurden bei einer anonymen Verkostung als die besten in Österreich ausgewählt. Dass sie das erst ein Jahr später zufällig durch eine Freundin erfuhr, nimmt sie gelassen.

Chuang Shu-Chen, Mutter von drei Töchtern, hat sich mit ihrer Tofuproduktion Unabhängigkeit von ihren Ex-Ehemännern geschaffen. In ihrem kleinen Haus in Rotenturm an der Pinka im Südburgenland findet sich nichts Liebliches, kein Dekor, kein überflüssiger Tand. Ein Haus, das als Erwin Wurms Werk der letzten Biennale


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