Von Grillparzer bis Suppenkaspar

Club der toten und lebenden Dichter: Wien bekommt ein neues Museum für österreichische Literatur. Ist ein Tempel für Nationalliteratur noch zeitgemäß?

Feuilleton | Vorschau: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 16/15 vom 15.04.2015


Geschichten mit Patina: die als Präsentationsflächen genutzten Archivregale (Foto: ÖNB)

Geschichten mit Patina: die als Präsentationsflächen genutzten Archivregale (Foto: ÖNB)

Wien, Innere Stadt. Die Johannesgasse liegt nah am pulsierenden Leben der Kärntner Straße. Wenige Meter von einer der touristischen Hauptrouten der Stadt entfernt und doch ein wenig abseits vom Trubel entsteht eine neue Kulturmeile. Ihr neuer Anziehungspunkt wird neben dem Metro Kinokulturhaus das Haus Nummer 6.

1848 zog das k.k. Hofkammerarchiv in das von Architekt Paul Sprenger umgebaute ehemalige Kloster ein, erster Direktor des Archivs war Franz Grillparzer, einer der Dichter der Kulturnation. In wenigen Tagen öffnet an dieser Adresse das Literaturmuseum Wien seine Pforten. Die Räume strahlen noch den Charakter der Biedermeierzeit aus, aber der Geruch ist frisch und die Böden knarzen nicht. Sie wurden gerade neu gemacht.


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